Meditation & Bewusstsein

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In Zeiten, in denen Worte wie Achtsamkeit, Entspannungstechniken, Meditation, Selbstmitgefühl, Selbstliebe häufig und in vielerlei Kontext Verwendung finden, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Mir ist es wichtig, die Meditation, wie sie sich mir persönlich erschließt, einmal darzulegen.

Ein Blick zurück

Das Wort Meditation geht im Westlichen zurück auf meditari, also die indogermanische Wurzel *medi- und die lateinische Endung -tari:

*medi-: messen, ermessen, ergreifen
-tari: wiederholte, intensive, andauernde geistige Handlung

In den Pali-Schriften des Buddhismus wird im Sanskrit meist von Bhāvanā und Dhyāna gesprochen:

Bhāvanā: Kultivierung, Entfaltung
Dhyāna: Sammlung, Versenkung

Man kann damit viele Facetten, wie Atmung, Ruhe, Konzentration, Beobachtung, Achtsamkeit in Verbindung bringen. Das Wesentliche aber ist für mich:

"Das wiederholte Ermessen des eigenen inneren Raumes."

Dabei unterliegt die Meditation stets etwas Wesentlichem und höchst Persönlichem, bei aller Unpersönlichkeit. Sie zeigt sich veränderlich und stets individuell. Immer neu und doch so vertraut. Jeglicher Vergleich ist sinnlos.

Ein Blick nach innen

In einer Welt, in der unser Blick stets nach außen gerichtet ist, erklärt sich die Kraft unserer Sehnsucht in eben dieser Gegenbewegung.

„Meditation ist wie eine neue Heimat in uns selbst. Sie kann uns ganz und gar mit uns selbst verbinden. Eine Verbindung, die mehr ist als ein ICH BIN, sondern auch ein Ich im Wir.“

– Marion Hötzel – ZENtrum Mondsee

Unordnung

Wir sind es gewohnt, unsere Bezugspunkte stets im Außen zu setzen und uns andauernd an ihnen zu orientieren und auszurichten – und an anderen, die ebenfalls nach Bezugspunkten im Außen leben. Dabei spielt sich das Meiste auf der kognitiven Ebene ab und wir bemerken oft leider nicht, wie wir uns dadurch von uns Selbst entfernen.

Und doch spüren wir im Grunde, dass da mit uns etwas nicht in Ordnung ist. Oft ist es eine subtile Stimmung, die wir nicht wirklich greifen können und uns nicht zur Ruhe kommen lässt. Wir fühlen uns ruhelos, oder angestrengt, müde, oder bedrückt und taub, ängstlich, nervös, unentschlossen, vielleicht verwirrt und unsicher. Die Unordnung in uns macht sich bemerkbar.

Das Leben fordert uns heraus

Und das ist ganz individuell. So zeigt sich ein Leben, das an unserem Sein rüttelt und durch Ereignisse nicht müde wird, uns zu bewegen. Sich ständig wiederholende oder aufstauende Konflikte in Beziehungen, Frustration oder Demotivation im Beruf, Krankheiten, Schmerzen oder Erschöpfung und das Gefühl der inneren Leere dürfen als Spiegel der seelischen Befindlichkeit gesehen werden.

Sie fordern uns auf, den Blick zu wenden – in aller Einfachheit. Eine Innenschau, die dazu führt, dass wir langsam, aber sicher wieder mehr zu uns finden.

Meditation

ist eine Reise zu uns Selbst. Sie führt uns in unser tiefstes Sein.

„Ich klopfte an die Tür. Sie öffnete sich. Ich fand heraus, dass ich von innen geklopft hatte.“

– Rumi

Und dabei ging es nicht darum, zu werden, wer wir sein wollen – es geht darum, zu werden, wer wir bereits sind. Und wir sind nun mal, wer wir sind. Und so ist es die Rückbesinnung zu unserer eigenen Natur, die uns mit dem Leben versöhnen kann. Wir können den ersehnten Frieden in uns finden und erkennen, dass alles, was wir je ersehnen, stets in uns zu finden ist.

Damit ist Meditation das Liebevollste, was wir für uns tun können.

In der regelmäßigen Praxis können von Zeit zu Zeit Widerstände auf den Plan treten, die uns vor neue Herausforderungen stellen. Mit Tugenden wie Bemühen, Ernsthaftigkeit und Disziplin und einer erfahrenen Begleitung ist eine bewusste Entfaltung möglich und führt uns durch die Selbstverantwortung Stück für Stück in ein leichteres Leben. Das ist keinesfalls geschenkt, aber es ist ein Geschenk.

Wie es weitergeht

Derzeit finden noch keine Meditationskurse statt. Ein Gruppenformat ist für die Zukunft geplant, ab wann und wo steht noch nicht fest.

Meditation, Körperwahrnehmung und Atemarbeit sind Teil meiner Arbeit in der Gesprächstherapie – als Übung, wenn du magst, nicht als Programm.

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Falls du eine Viertelstunde Zeit hast und dein Interesse geweckt wurde, kannst du dich von Raum für das, was ist – einer geführten Meditation, auf deinem Weg nach innen begleiten lassen.